Motorräder mit 35 kW, bzw. 48 PS: Sie werden immer interessanter und vor allem relevanter - besonders in der Schweiz. Deshalb fährt Kawasaki mit einer Welle an drosselbaren Bikes in den Markt und bietet eine gewaltige Auswahl. Hier die Übersicht.

Der A2-Führerschein bzw. A beschränkt

In Deutschland und Österreich ist das Konzept des A2-Führerscheins bereits seit 2013 bekannt. Mit 18 Jahren darf man diese Führerscheinklasse erwerben, bevor man nach 2 Jahren auf den großen A-Schein aufrüstet. Alternativ kann man bis zum 24. Lebensjahr warten und direkt mit dem A-Führerschein einsteigen. In der Schweiz läuft der Hase ein wenig anders, denn mit Anfang 2021 wurde eine neue Führerscheinregelung eingeführt. Ab 18 Jahren kann der Führerausweis der Kategorie A beschränkt beantragt werden. Dieser ist für die 35 kW Modelle nötig und neu der einzige Weg für Einsteiger um Motorrad zu fahren. Nach zwei Jahre und einer praktischen Prüfung kann dann der Führerausweis Kategorie A erworben werden. Damit können Motorräder mit mehr als 35 kW gefahren werden. Der Direkteinstieg auf ein Motorrad mit mehr Leistung als 35 kW ist in der Schweiz nicht mehr möglich.

Kawasaki bietet deshalb eine breite Auswahl an drosselbaren Motorrädern an, die beim Händler (rein elektronisch) für einen Aufpreis von 150,- CHF auf die vorgeschriebenen 35 kW gedrosselt werden können. Welche Motorräder das genau sind, erfahrt ihr hier.

Kawasaki Z650 - das attraktive und kompakte Naked Bike

Auf dieser Basis bietet Kawasaki gleich mehrere Motorräder, die alle vom herrlichen 649 Kubik großen Reihenzweizylinder profitieren. Die Z650 stellt das kompakte Naked Bike dar, das sich in dieser Klasse insbesondere durch ihre erwachsene Optik und das 4,3 Zoll Farb-TFT-Display auszeichnet. Mit 68 PS bei 8.000 U/min und 64 Nm bei 6.700 U/min in ihrer offenen Variante hat man genügend Feuer unterm Hintern, um auf kurvigen Landstraßen mit größeren Bikes mitzuhalten - dem quirligem Fahrverhalten sei Dank! Für 2021 hat Kawasaki der Z650 noch neue Farben spendiert und bietet weiterhin reichlich Zubehör an. Die Z650 bekommt unsere Empfehlung für alle Pilot:innen mit kurzen Beinen, oder jene, die ein kompaktes Motorrad suchen.

Kawasaki Ninja 650 - der alltagstaugliche Sportler

Das zweite Modell das den 649 ccm Zweizylinder in seiner Mitte aufnimmt, ist die Ninja 650, die als verkleidete Z650 gesehen werden kann. Somit decken sich auch die Leistungsdaten - nur eben in einem sportlicheren Paket. Dank Vollverkleidung und (vergleichsweise) hohen Lenkerstummeln sitzt man deutlich sportiver auf dieser Kawasaki, muss sich aber nicht um fehlende Alltagstauglichkeit sorgen. Dank der Verkleidung erfreut man sich bei hohem Tempo an spürbar erhöhter Stabilität und besserem Wind- und Wetterschutz. Wie auch das Naked Bike darf sich die Ninja 650 über neue Farben für 2021 und wartet ebenfalls mit viel Zubehör auf.

Kawasaki Versys 650 - das vielseitige Reisegefährt

Kaum ein anderes Motorrad kombiniert eine Mittelklasse Reiseenduro mit sportlichem Fahrverhalten so genial wie die Versys 650. In ihrem vierzehnten Modelljahr zeigt sie immer noch, dass sie einen toll abgestimmten Allrounder für Alltag, Reise, oder die sportliche Wochenendrunde darstellt - und das zu einem attraktiven Preis. Gedrosselt liegt die Leistung bei 48 PS bei 7.900 U/ min, in ihrer offenen Version bei 67 PS 8.500 /min. Dank des drehfreudigen Motors wird man sich bei der Fahrt alleine nur selten mehr Leistung wünschen, denn auf diesem Motorrad darf man wirklich noch Motorrad fahren. Deshalb finden wir abgesehen von ABS keinerlei Fahrhilfen und auch die Drehzahl wird noch ganz klassisch auf einem analogen Drehzahlmesser dargestellt.

Kawasaki Vulcan S - der Fels in der Brandung

Ganze sechs Jahre begleitet uns die Kawasaki Vulcan S in ihrer aktuellen Version. Doch das System scheint zu funktionieren, sonst hätte Kawa - abgesehen vom Euro-5-Update - längst eine neue Vulcan gebracht. Denn man muss auch zugeben, dass die Vulcan S immer noch ein großartiger Cruiser mit ungewöhnlich viel Dampf und Drehwilligkeit ist. Tatsächlich bricht sie das Klischee, dass Cruiser träge und unsportliche Maschinen sind, denn trotz ihrer beschränkten Schräglagenfreiheit erfreut sie sich an einer flotten Gangart. Mit ihrer niedrigen Sitzhöhe von 705 mm finden selbst kleine Pilot:innen festen Stand an der Ampel und das fahrbereite Gewicht von 229 Kilogramm wird auch niemanden überfordern. Der aktuelle 2021er Jahrgang punktet ebenfalls mit neuen Farben.

Kawasaki W800 - Retro richtig gemacht

Klarerweise gehört die Kawasaki Retro Krone der Z900RS, doch wer ein echtes Retro Bike mit wenig Elektronik, großartiger Optik und echter Königswelle will, braucht nur zur W800 weiterschauen. Für Liebhaber klassischer Motorräder gibt es zurzeit kaum ein schöneres Bike, denn auf der W800 stimmt einfach alles: Der charaktervolle Motor, die neutrale Sitzposition und die herrlichen Analoganzeigen versetzen in frühere Zeiten. Mit ihrer Leistung von 48 PS bei 6.000 U/min und 62,9 Nm bei 4.800 U/min muss sie nicht einmal gedrosselt werden! Natürlich darf man sich nicht die sportlichsten Fahreigenschaften von der Kawasaki W800 erwarten - genießen ist hier die Devise!