Erst vor wenigen Wochen hat Kawasaki Europe die Farbversion für die Ausgabe 2022 der Z900RS vorgestellt und vorgestern erfolgte die europäische Markteinführung der Z900RS SE-Ausstattung ihres beliebten modernen Klassikers.

Ebenfalls vorgestern wurden in Japan die Z900RS (identisch mit der europäischen) und die Z900RS Cafe Variante präsentiert. Beide werden ab dem 1. September auf dem lokalen Markt erhältlich sein. Die erste Ausgabe des Café-Racers wurde 2018 auch in Italien in Lindgrün und Weiß vermarktet.

Es ist ein sehr beliebtes Motorrad in Japan, so dass es von 2018 bis 2020 das meistverkaufte Modell in der Kategorie über 401 ccm war.

Die Cafe-Version wurde dieses Jahr nicht in Europa veröffentlicht, aber sie soll als Modelljahr 2022 zu uns kommen, da er die gleichen Updates erhalten hat wie die in Europa und Japan präsentierte Z900RS.

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Die neue Z900RS Cafe wird in den neuen Farben Candy Tone Blue und Metallic Diablo Black gezeigt, also Metallic-Schwarz mit silbernen Bändern an den Seiten des Tanks und der Verkleidung, die in den Lenker integriert ist und den runden Voll-LED-Scheinwerfer umgibt. Der Lenker hat im Gegensatz zum Standard-RS eine niedrige Biegung, um eine weniger sitzende und Café-Racer-ähnliche Position zu bieten.

Zur Unterscheidung des Cafe-Racers gibt es den Sattel in Einsitzer-Optik, wie er sich für diese Art von Motorrad wünscht, mit zweifarbigem Leder / schwarzer Polsterung, sichtbaren Nähten und mit dem für den Sozius reservierten Teil in Form eines Hecks (wie beim Seventies Specials) und das sich ideal in das echte Heck des Bikes einfügt. 1972 kam der "Entenschnabel" des berühmten Z1 an, der den RS in den Linien inspirierte.

Außerdem sind die vorderen Kotflügelträger, die Kühlerabdeckungen und die kleinen Blenden, die die Einspritzdrosselklappen verdecken, in glänzendem Schwarz statt in Aluminium gehalten, die hintere Monofeder ist in Weiß statt in Schwarz gehalten und der Auspuff mit Einzelschalldämpfer ist in satiniertem Chrom gehalten wie bei der Standard-RS.

Die technische Struktur wird mit dem serienmäßigen RS geteilt, daher verfügt sie über einen Vierzylinder-Reihenmotor mit 948 ccm, Doppelnockenwelle und sechzehn Ventilen, flüssigkeitsgekühlt, aber mit Rippen an den Zylindern, um an die luftgekühlten zu erinnern. Die Leistung beträgt 111 PS bei 8.500 U/min und das maximale Drehmoment wird in 10 kgm bei 6.500 U/min angegeben. Die Emissionen entsprechen der Euro5-Gesetzgebung.

Fahrwerk und Bremsen sind ebenfalls identisch mit denen des RS. 41-mm-Upside-Down-Gabel, Rear Link Mono hinten, 300-mm-Scheiben vorne mit Vierkolben-Radialsätteln, 250-mm-Scheibe hinten und große Reifen: 120 / 70ZR17 und 180 / 55.ZR17.

Der Droptank fasst 17 Liter, der Sattel liegt 820 mm über dem Boden (10 mm tiefer als bei der RS-Standardversion) und das Leergewicht wird mit 217 kg im Vergleich zu 215 bei der Z900RS angegeben.

 

Kawasaki Z650RS Retro mit zwei Zylindern

Mit der Z900RS hat Kawasaki bei den Retro-Vierzylindern einen Erfolgstreffer gelandet. Für die Saison 2022 wird das Retro-Konzept auch in der Mittelklasse adaptiert.

Kawasaki hat diesen Ansatz bislang nicht konsequent aufgegriffen. Die 900er gibt es als klassisches Naked Bike Z900, als Retro-Modell Z900RS und als Café Racer Z900RS Cafe. Rund um den 650er-Zweizylinder haben die Grünen die Z650, die Ninja 650, die Versys 650 und die Vulcan S gestrickt. Ein Retro-Modell im Stil der 900er fehlt aber noch. Das wird sich ändern. Auf Basis der Z650 kommt die Z650RS.

Retro-Elemente wie bei der 900er

Wie schon die große Schwester setzt auch die Z650RS auf einen tropfenförmigen Tank und ein Entenbürzel-Heck. Vor die Gabel wandert ein Rundscheinwerfer, darüber sitzen klassische Rundinstrumente. Fahrer und Beifahrer nehmen auf einer einteiligen, aber leicht gestuften Bank platz. Der 649 cm³ große Reihentwin dürfte auch in einer Z650RS auf 69 PS und 64 Nm kommen.

Eine A2-Variante ist sehr wahrscheinlich.

Gerüchte zu einer Kawasaki Z650RS gibt es schon seit Ende 2020, zur Saison 2022 soll sie startklar sein. Die neue Z650RS würde damit in die Fußstapfen der Kawasaki Z650 aus dem Jahr 1976 treten. Die Kawasaki Z650 B trat seinerzeit als kleine Schwester von Frankensteins Tochter mit einem luftgekühlten Reihenvierzylinder an, der es auf 66 PS und 57 Nm Drehmoment brachte.

Kawasaki baut seine Retro-Modellpalette um eine 650 aus. Die wird gestrickt sein wie die 900er, bedient sich aber an der Technik der Z650.